Zero Waste Woche Deutschland

Es ist wieder so weit! Vom 7 – 13 September findet die jährliche Zero Waste Woche statt. Eine Woche ohne Müll hört sich an wie eine spannende Herausforderung oder nicht? Das Thema diesen Jahres ist „Wiederverwenden“. Im Folgenden ein paar Fakten und Tipps mit denen ihr gut gerüstet in die Zero Waste Woche 2015 starten könnt.

Fakten im Schnelldurchlauf:

  • Plastik braucht 500 – 1000 Jahre bis es sich zersetzt. (EcoWatch)
  • Jährlich sterben 1 Million Seevögel und 100.000 Meereslebewesen an den Folgen der Plastikverschmutzung in den Ozeanen. (EcoWatch)
  • Die Plastiktüte wird im Schnitt 25 Minuten verwendet um zu verrotten braucht sie jedoch mindestens 500 Jahre. In den Weltmeeren schwimmen runde 100-150 Millionen Tonnen Plastikmüll. (Greenteam)

Zero Waste bedeutet wörtlich übersetzt „Null Müll“. Ganz auf Null zu reduzieren wird wohl keinem von uns möglich sein aber es gibt eine Menge Möglichkeiten seine Müllmenge einzuschränken. Die fünf Grundpfeiler Refuse/ Reduce/ Reuse/ Recycle/ Rot übersetzt Verweigern – wenn man die Wertschöpfungskette vieler Konsumgüter hinterfragt entsteht häufig ganz von allein der Wunsch viele Dinge nicht mehr zu kaufen/ Reduzieren – Einkaufsentscheidungen hinterfragen bevor man sie tätigt, ausmisten, aufbrauchen./ Wiederverwenden (siehe Tipps) / Wiederverwerten aus alt mach neu, Upcycling, korrektes Recycling/ Kompostieren im Idealfall können fast alle Abfälle eines Zero Waste Haushalts kompostiert werden/ können uns dabei helfen.

Los geht’s mit den Tipps:

  • Die gute Stoffeinkaufstasche lässt sich wunderbar in jeder Handtasche verstauen und spart hunderte von Plastiktüten. Wem das nicht reicht weil er/sie Obst und Gemüse gern in einzelne Beutel verpackt, der kann sich Baumwollbeutel mit Tunnelzug kaufen oder sich welche aus z. B. alter Bettwäsche nähen.
  • Um Spontankäufe zu vermeiden die möglicherweise im Müll landen ist es oftmals hilfreich seinen Lebensmitteleinkauf im voraus zu planen und dann nach Liste einzukaufen.
  • Für den Smoothie to go einfach ein sauberes Schraubglas einpacken. Strohalmalternativen gibt es aus Edelstahl, Glas und sogar Stroh.
  • Zum Einkaufen einfach mal eigene Gefäße mitbringen z. B. wiederverwendbare Brotzeitdosen für Käse und Baumwollsäcken o. Ä. für lose Lebensmittel oder Brot. Vielleicht gibt es in deiner Stadt schon einen Laden der unverpackte Lebensmittel führt.
  • Kreiere neue Gerichte aus den Resten in deinem Kühlschrank.
  • Coffee to go oder Coffee to stay. Für alle die es morgens eilig haben bieten sich wiederverwendbare Kaffeebecher an. Diese sind in allen möglichen Varianten erhältlich von Edelstahl bis hin zu Porzellan. Die gemütlichen unter euch nehmen sich einfach die Zeit und genießen ihren Kaffee oder Tee aus der guten alten Tasse.
  • Küchenrolle kann man hervorragend durch ein paar Stofftücher ersetzen. Das müssen keine Mikrofasertücher sein. Ein altes Laken in Quadrate reißen, diese in ein Glas auf der Arbeitsfläche stecken und schon ist die Alternative einsatzbereit.
  • Eis am Stiel kann man wunderbar selbst machen aus Saft, frischen Früchten oder Joghurt zum Beispiel. Formen gibt es mittlerweile ebenfalls aus Edelstahl mit Holzstäbchen wer will kann aber auch einen Löffel als Stiel verwenden.
  • Flaschenwasser kann man wunderbar durch Leitungswasser ersetzen. Meist ist letzteres sogar besser kontrolliert als das teure Wasser aus der Flasche. Am besten eignen sich hierfür wiederverwendbare Flaschen aus Edelstahl oder Glas. Auch für die kleinsten von uns finden sich fantastische Alternativen zur Plastikflasche.
  • In Deutschland gibt es das Mehrwegsystem und wir sollten es nutzen. Viele Produkte wie z. B. Milch, Joghurt, Sahne oder Buttermilch werden im Pfandglas angeboten.
  • Kleidung, Second Hand shoppen ist sehr viel spannender und ressourcenschonender als ständig Dinge neu zu kaufen. Oftmals findet man tolle Unikate oder echte Vintage Schätze. Kaputte Strümpfe kann man stopfen oder ganze Kleidungsstücke neu entwerfen in dem man sie kürzt, bedruckt etwas appliziert, sie färbt und so weiter und so fort….
  • Eine spaßige Alternative zu Second Hand Läden bieten so genannte Kleidertausch Partys. Man bringt eine bestimmte Anzahl eigener Kleidungsstücke mit und tauscht diese dann gegen andere ein.

Info, Lektüre und Sonstiges:

Das Buch “Zero Waste Home” von Béa Johnson.

Im Internet findet man zahlreiche Blogs zum Thema Zero Waste.

Dokumentationen:

http://www.plastic-planet.de / http://www.tastethewaste.com/ http://truecostmovie.com

Upcycling:

http://www.weupcycle.com/was-ist-upcycling/

Recycling:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/

Page written / Edited by Hannah at Zero Waste Munich

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